5. Dezember 2016

von Deichschaf

Im Grunde wusste keiner, wie das hatte passieren können. Plötzlich war Monsieur Henri verschwunden und Marie-Claire war alleine.
5. Dezember 2016

Mit einem riesigen Bauch, wie sie kurz danach feststellte.

Komisch war er ihr immer schon vorgekommen. Er behauptete, so wie sie aus Frankreich zu kommen, aber er konnte (im Gegensatz zu ihr) ‚San Myshuno‘ fehlerfrei aussprechen und hatte eine merkwürdige Hautfarbe und spitze Ohren – alles untypisch für einen Franzosen. Er schenkte ihr ein kleines Apartment und drei wundervolle Wochen. Dann war er weg.

Marie-Claire füllte mit ihrem Bauch sechs Wiegen und war sich sicherer denn je, dass irgendetwas mit Monsieur Henri nicht gestimmt hatte.
5. Dezember 2016

Das drängendste Problem war nicht das Geld – davon hatte er ihr vorerst genug da gelassen.
5. Dezember 2016

Das drängendste Problem waren die Kinder, die schnell größer wurden.
5. Dezember 2016

Marie-Claire liebte sie.
5. Dezember 2016

Aber sie war für Hausaufgaben und Kochen einfach nicht geboren. Sie war eher der faule Typ mit einer Neigung zu möglichst zahlreichen romantischen Abenteuern. Na und? So war sie eben.
5. Dezember 2016

Zum Glück fand sie Odette, ein Haushaltshilfenkindermädchen. Sie rückten alle noch ein bisschen mehr zusammen und Odette zog bei ihnen ein.
5. Dezember 2016

Odette kannte sich in San Myshuno bestens aus und war ordentlich und selbstbewusst genug, um die ganze Familie perfekt im Griff zu halten.
5. Dezember 2016

Die Kinder liebten Tierfilme, die sie gerne im Fernsehen schauten.
5. Dezember 2016

Marie-Claire machte derweil ein Nickerchen.
5. Dezember 2016

Odette genoss ein paar ruhige Minuten in ihrem kleinen Zimmer.
5. Dezember 2016

Das Apartment lag ziemlich weit oben in einem modernen Gebäude im Modeviertel. Es fiel schon von außen auf, das hier eine besondere Familie wohnte.
5. Dezember 2016

Den Balkon ihrer kleinen Wohnung nutzen die Kinder unter Odettes Aufsicht als Spielzimmer.
5. Dezember 2016

Marie-Claire erholte sich derweil von ihrem Nickerchen.
5. Dezember 2016

Frisch ausgeruht wurde sie energisch. Es wurde Zeit für den Fototermin.
5. Dezember 2016

Alle mussten mit. Es sah aus wie ein Kindergartenausflug. Es sollten Fotos der Familie in allen bekleidungstechnischen Lebenslagen gemacht werden. Da die Wohnung zu klein war, sollten die Bilder auf dem Hauptplatz des Viertels gemacht werden. Man war ja schließlich im Modeviertel.
5. Dezember 2016

Zudem eine gute Gelegenheit, die Kinder vorzustellen. Rechts neben Marie-Claire stand Hups, der wahnsinnige Senkrechtstarter.
5. Dezember 2016

Daneben seine Schwester Bo mit dem langen Pony, ein zimperliches, aber kreatives Wunderkind.
5. Dezember 2016

Lala, die dritte im Bunde, war ein Liebling der Massen, auch wenn sie trotz ihres braven Aussehens mit den geflochtenen Zöpfen ziemlich rumspinnen konnte.
5. Dezember 2016

Auch Deng mit der blonden Föhnfrisur war ein Liebling der Massen. Wieso er so rundlich war, obwohl er sich ausschließlich vegetarisch ernährte, war allen unklar.
5. Dezember 2016

Die Fünfte im Bunde war Pi mit der roten Topffrisur. Auch wenn es gerade nicht so aussieht, war sie eine selbstbewusste Senkrechtstarterin.
5. Dezember 2016

Links neben Odette stand Dack. Er war ein hitzköpfiger kleiner Frechdachs.
5. Dezember 2016

Die Fotos waren im Kasten. Zur Belohnung gab es etwas vom China-Imbiss auf dem Platz. Marie-Claires snobistische Haltung geriet etwas ins Wanken. Ob es am Essen oder an dem heißen Typ lag, der gerade vorbei kam? Odette war es so oder so peinlich.
5. Dezember 2016

Wie machte sie das nur? Der heiße Typ setzte sich tatsächlich zu Marie-Claire. Hoffentlich hatte er nicht mitbekommen, dass der ganze Kindergarten zu ihr gehörte.
5. Dezember 2016

Er nahm sie mit in eine Karaoke-Bar im Viertel. Sie sangen voller Inbrunst.
5. Dezember 2016

Und ohne jeden Erfolg.
5. Dezember 2016

Wie gut, dass es Odette gab. Sie hatte die Kinder nach Hause (in die ZenView-Apartments 701) gebracht und überwachte nun die Hausaufgaben. Wie immer bei ihr lief alles ruhig und friedlich ab.
5. Dezember 2016

Dann war Schlafenzeit und sechs müde Mäuse glitten ins Traumland hinüber.
5. Dezember 2016

Im Singen war Marie-Claire der Erfolg verwehrt geblieben, aber nur dort.

Wir verlassen die Familie an dieser Stelle. Wie es weiter geht oder ob vielleicht alles ganz anders war, bleibt Euch und Eurer Phantasie überlassen.

PS: Dieses etwas rätselhafte Bild ist auch noch aufgetaucht. Wir können es uns nicht erklären.
5. Dezember 2016

▼ Download in der Galerie – Monsieur Henris Hinterlassenschaften (Haushalt)

▼ Download in der Galerie – Monsieur Henris Vermächtnis (Apartment)

19 Gedanken zu „5. Dezember 2016“

  1. Monsieur Henri hat auf jeden Fall ganz tolle und sehr farbenfrohe Gene gehabt :grins Die Kinder sind alles so süss :herzlich Vielleicht ein bisschen Viele auf einmal, aber praktischerweise gibt es ja sowas wie „Haushaltshilfenkindermädchen“ :gröhl

    Deine Geschichte ist so schön und vorallem so lustig :hupf Die Mimik und Gestik von Marie-Claire ist genial. Mir gefällt vorallem das Bild wo sie hofft dass der gutaussehende Sim-Mann nicht merkt dass der ganze Kindergarten zu ihr gehört. Er scheint es jedenfalls nicht gemerkt zu haben, oder es stört ihn nicht :pfeiff

    Das ist eine sehr mysteriöse Geschichte und die Familie bringt viel Farbe nach San Myshuno :farbblume

    1. Liebe Sanne,

      ja farbenfroh auf jeden Fall :grins Und nochmal ja – es sind wirklich ein bisschen viele, aber daran bin ich ja nicht schuld – das war Monsieur Henri :engel :gröhl

      Ich freu‘ mich so, dass Dir die Familie und meine kleine Geschichte gefällt, Dankeschön :herz

  2. Das war ja wohl ein Schock für Marie-Claire. Sechs! auf einen Streich :grins Aber die Kinder sind alle so niedlich. Zum Glück wurde Odette gefunden. Sie hat die Kinder offensichtlich gut im Griff. Das Hausaufgabenbild ist toll. Marie-Claires Fähigkeiten und Interessen liegen halt in anderen Bereichen :grins

    1. Liebe Betty,

      Marie-Claire sieht ja auch durchgängig ein bisschen geschockt aus; ich glaube, ist noch immer nicht so ganz darüber weg, dass ihr schönes kleines Apartment und ihr Leben plötzlich voller Kinder ist :grins

      Odette ist die Ruhe in Person und ich bin auch sehr froh, dass sie die Kinder in ihre Obhut genommen hat :ja

      Dankeschön für Deinen lieben Kommentar :herz

  3. Eine sehr ungewöhnliche Geschichte – Madame Marie-Claire wird von einem mysteriösen Herrn schwanger, gleich sechs Babys auf einen Streich! :huch Und dann bleibt sie auch noch alleine zurück mit der Kinderschar. Obwohl der Nachwuchs ja herzallerliebst ist – aber Marie-Claire macht alles richtig mit der liebevollen Odette als Haushaltshilfe. :ja Ich mag das Bild auch so sehr, wo sich Marie-Claire sorgt, ob der hübsche Fremde wohl nicht von ihrem Privat-Kindergarten abgeschreckt wird. :gröhl Die Wohnung ist so schön, sehr bunt und lebendig! Ich hab mich beim ersten Besuch dort sofort wohl gefühlt. :sofa

    1. Liebe Manu,

      konntest Du dich denn in der Wohnung überhaupt ein bisschen bewegen? Ich habe dort immer den Eindruck, dass wirklich alles rappelvoll mit Kindern ist :pfeiff

      Das Bild mit Marie-Claire und dem Fremden mag ich auch; sie kann so herrlich gucken, finde ich – er allerdings auch.

      Es ist so schön, dass Dir mein kleiner Beitrag zum Adventskalender so gut gefällt – Dankeschön :herz

  4. eine so süße Geschichte :herz

    und ein Geheimnis konnte ich lüften, der kleine runde Knopf mag zu viel Pasta und Kokusnuss :kochen

    habt einen schönen Start in die Woche :hi

  5. Halli hallo!

    Ich sehe mir grad die ganzen Sims an, sind echt geniale Gestalten dabei: Herr Gammel find ich besonders gut.

    Nur hab ich Großstadtleben noch nicht,. da kann ich die ganzen Leute noch nicht so richtig nutzen. Weihnachten werd ich mir es wohl holen…. es soll ja wohl auch bald ein Gameplaypack zum Thema Übernatürlich kommen.

    LG mechpuppe82

    1. Hallo Mechpuppe,

      dann hoffe ich mal, dass Du das Pack wirklich unterm Tannenbaum findest; es lohnt sich total, finde ich. Übernatürliches brauche ich eher nicht – ich bleibe lieber bei meinen ‚realen‘ Simsen :ja

  6. Total süß, Deine „Großfamilie“! :herz
    Und das letzte Bild, wo die sechs kleinen Yodas so ein bißchen zu erkennen sind, finde ich toll. Es sind sicher alles kleine, niedliche Aliens, die Marie Claire da von Henri bekommen hat. Zu süß, die Idee! :girliesmile

    1. Liebe Fhaye,

      ich bin mir ziemlich sicher, dass es sechs kleine Aliens sind, die Monsieur Henri Marie-Claire hinterlassen hat :pfeiff Und die Tarnkostüme mussten einfach unbedingt sein :ja

      Dankeschön für Dein liebes Lob :rose

  7. Ach, reale Leute rennen bei mir in echt ja schon rum…….: Ich vermixe bei Sims immer gern den lahmen Alltag, Leute die ich kenne, Leute, die ich gern kennen würde und Fantasy und Sci-Fi

    Aber es wird garantiert bei mir unterm Baum liegen, habs schon bestellt.

  8. Ihr Lieben versüsst mir wirklich den Morgen, diese Geschichte ist so lustig :gröhl Ihr Gesicht vor den 4 Wiegen… Und die Kids sind alle süss und die Namen eigenartigerweise gar nicht französisch :zwinker Das letzte Bild ist ja ein regelrechter Cliffhanger :maske fast ein bisschen gruselig. Danke für diese tolle Geschichte (Die habe ich von dir doch schon so lange vermisst :herz )

    1. Liebe Nathalie,

      vielleicht wollte Marie-Claire das französische nicht zu intensiv in ihrem Leben behalten? Oder angesichts der farbenfrohen Kinderschar sind ihr die französischen Namen ausgegangen… :gröhl

      Es ist so schön, dass Dir die Geschichte Spaß gemacht hat – Dankeschön :herz Das letzte Bild ist eigentlich per Zufall entstanden; ich wollte mit der Kamera nach hinten, habe die falsche Taste erwischt und war plötzlich hinter dem Glasgeländer, was es im Modeviertel gibt. Und da hindurch sah alles aus wie durch einen Blaufilter :girliesmile

  9. Das ist eine tolle Geschichte :klasse und mal so ganz anderes ,nicht einen Mann kennenlernen, heiraten und dann Kinder :schaukeln
    Sondern bei deiner Geschichte heißt es …einen Mann kennenlernen, Mann weg.. dann Kinder :gröhl voll lustig erzählt mit schönen Bildern.

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