Das Leben der Magnolia Slick – Teil 1

Forgotten Hollow liegt sehr abgelegen und hat den Namen wohl zu recht – es wirkt alles sehr verlassen und – vergessen eben.

Im kleinen Park im Zentrum der Ortschaft steht eine seltsame und etwas furchteinflößende Statue.

Der steinerne Blick scheint etwas – oder jemanden – argwöhnisch (oder listig??) zu beobachten …

Ach ja! Neues Blut für die kleine Gemeinde! Das ist Magnolia Slick, ein bücherliebendes Genie, gerade angekommen. Sie wirkt eher neugierig als beunruhigt, obwohl man keine guten Geschichten über Forgotten Hollow gehört hat …

Wer zieht denn bitte freiwillig in dieses düstere, geheimnisvolle Kaff?? Aber Magnolia lässt sich nicht einschüchtern.

Sie hat ein Haus geerbt. Von wem, weiß sie nicht ganz genau – es war wohl eine Großtante mütterlicherseits. Der Makler gab Magnolia die Adresse, hat aber verschwiegen, wie baufällig das Haus ist – oder wohl eher Hütte. Magnolia ist ja nicht sehr anspruchsvoll, sie liebt es, draußen zu sein, möchte Outdoor-Fan werden, aber ein bisschen mehr hatte sie sich von ihrem Erbe schon erwartet. Naja, vielleicht ist es drinnen ja besser … es ist Herbst und sehr kühl in Forgotten Hollow … hat da grade jemand geheult wie ein Wolf??

Okay, nein, drinnen ist es auch nicht viel besser. Das letzte Mal wurde hier wohl vor Jahrhunderten staubgewischt … aber es scheint alles Nötige da zu sein.

Huch! Aber diese Kratzspuren an der Wand – die verunsichern Magnolia dann doch etwas. Woher die wohl stammen?

Das einzig Gemütliche in dem Raum ist diese Kaminatrappe – der Makler war so nett und hat ein paar Kerzen hingestellt, wohl um ein wenig den verwahrlosten Eindruck zu mildern.

Es gibt aber auch noch ein extra Schlafzimmer. Solch düstere Tapeten hat Magnolia ja noch nie gesehen!! Was war ihre Großtante wohl für ein Sim?? Aber diese Schlafkapsel da, die sieht ja äußerst interessant aus. Und sie scheint auch das modernste Objekt im Haus zu sein. Magnolia ist so neugierig und probiert das Ding gleich einmal aus.

Ui, das fängt ja an zu schweben! Es kitzelt richtig im Bauch, aber dann wird Magnolia tatsächlich müde und schläft einige Stunden lang richtig gut.

Als sie munter wird, ist es draußen schon finster. Sie hört ein Klopfen an der Tür und späht einmal vorsichtig aus dem Fenster. Der Typ sieht nett aus, aber seine Klamotten scheinen aus dem vorigen Jahrhundert zu stammen.

Magnolia begrüßt ihren späten Besucher im Pyjama, so neugierig ist sie.

Den Namen versteht sie nicht so ganz, er hat so eine merkwürdige Flüsterstimme, als wolle er sie einlullen … aber er hat ein schönes Gesicht. Nur die Augen fixieren sie seltsam, und dann sieht sie die spitzen Zähne. Oha! Magnolia ist gewarnt. Das muss ein Vampir sein! Mit solchen Gesellen will sie lieber nichts zu tun haben … von Freunden hat sie schon die wildesten Geschichten über diese Typen gehört.

Rasch verabschiedet sie sich. Nach diesem Erlebnis geht Magnolia erst einmal joggen. Die frische Abendluft tut ihr gut und sie will die Umgebung etwas erkunden. Ob es hier auch Pflanzen zum Sammeln gibt? Bis jetzt hat sie ja weder einen Job noch sonst ein Einkommen und sie muss sich bald etwas überlegen.

Im Park läuft sie einem Star über den Weg, keinem wirklich berühmten, aber so ganz verlassen ist Forgotten Hollow also doch nicht.

Nach dem Joggen dreht Magnolia noch eine kurze Runde. Da fällt ihr das riesige, unheimliche Anwesen oben auf dem Hügel auf. Wahrscheinlich wohnen dort die Vampire. Sie beschließt, ihnen so gut wie möglich auszuweichen. Wo ist sie hier nur gelandet? So ganz zufrieden ist sie mit ihrer Erbschaft wirklich noch nicht.

Als sie zurückkommt, steht doch dieser Caleb Vatore wieder vor ihrer Tür! Das gibt’s doch nicht, sie muss wohl deutlicher werden.

–> Nächste Folge